Wasserlauf im Paderquellgebiet

Eine kleine Hörreise

Ruhe, die man hören kann: Die Paderquellen sind immer einen Besuch wert.

 

Der Stress des Alltags hält uns auf Trab. Nicht selten endet ein harter Arbeitstag voller Anspannung, die wir nicht so richtig abschütteln können. Doch kaum queren wir einen See oder eine Quelle, ändert sich das. Die Wasseroberfläche legt sich nach einem kurzen Blick wie Balsam auf die Seele. Ein paar tiefe Atemzüge, schon lässt sich alles andere ausblenden. In so einem Moment sind die kleinen Geräusche besonders wahrnehmbar. Ein Vogelzwitschern, das Rauschen der Blätter eines Baumes, das Quaken eines Frosches oder das Summen einer Biene. Es sind Geräusche der Stille, die lange nachhallen.

 

 

 

 

 

 

Kraftvoll: Am Lippesee entwickelt das Wasser stellenweise jede Menge Energie, die sich auf den Zuhörer überträgt.

 

Rauschendes Wasser zieht uns Menschen magisch in seinen Bann. Vielleicht weil es einem die seltene Gelegenheit bietet, Geschwindigkeit und Kraft hören zu können. Nichts anderes ist es nämlich, wenn sich die Wassermassen ihren Weg von der Quelle aus bahnen, als ein Gemisch aus Geschwindigkeit und Kraft. Wer sich Zeit nimmt und dem Rauschen des Wassers zuhört, wundert sich auch nicht mehr, dass der Duden das Wort Rausch als „Glücksgefühl, das jemanden über seine normale Gefühlslage hinaushebt“ definiert. Wer sich dem Rauschen des Wassers hingibt, verliert sich in seinen Gedanken und lebt im Moment. Wahrlich ein kleines bisschen Glück.