Die perfekte Zuhörerin

Gisela Uhe ist fast taub. Doch mit der Unterstützung von Hörakustik Vollbach hat sie es bis zur Deutschen Meisterin in Stenografie geschafft.

Heute führt Gisela Uhe ein zufriedenes, ein glückliches Leben. Schon frühmorgens, wenn sie ihre Stenografie-Übungen macht genießt sie etwas, das für die meisten Menschen völlig normal ist: sie kann hören, was in den Frühnachrichten gesprochen wird. Das war nicht immer so. Schon als Kind musste Gisela Uhe, die heute 62 Jahre alt ist, mit der Angst vor dem Hörverlust leben. „Mein Großvater war so gut wie taub, er litt an der Krankheit Otosklerose. Und die ist erblich“, sagt Gisela Uhe. Man merkt ihr an, wie sehr sie die Zeit als junges Mädchen geprägt hat. „Vor allem, weil meine Oma immer sagte, Opa sei doof.“ Damit gemeint war die niederdeutsche Bezeichnung für das Wort taub. „Das wusste ich aber nicht. Daher kam die Angst, dass ich nicht auch doof werden wollte.“ Gisela Uhe macht darum alles, um das Gegenteil zu beweisen. Sie ist ehrgeizig in der Schule und später auch in ihrem Job im Amtsgericht Gütersloh. Wegen ihres Talents für schnelles und korrektes Schreiben wird sie oft als Protokollantin in Verhandlungen eingesetzt. Dass sie schon jetzt Hörprobleme hat, will sie sich nicht eingestehen. Dann passiert ihr ein schwerer Fehler. „Ich protokollierte das Wort Dachschaden während der Verhandlung, dabei ging es um einen Sachschaden“, sagt Gisela Uhe. Heute kann sie über ihren Fauxpas lachen, „damals war es der Punkt, an dem mir mein Gehör solche Probleme bereitete, dass ich etwas ändern musste“. Gisela Uhe unterzieht sich einer Operation, die Besserung verspricht, aber leider keine Verbesserung bringt. Im Gegenteil. Die OP verursacht einen Tinnitus, mit dem Gisela Uhe bis heute leben muss. Für die junge Frau, die mittlerweile im Verler Bauamt angestellt ist, bricht eine Welt zusammen. Damit sie arbeiten kann, braucht sie ein Hörgerät. Die aber sind in den 70er und 80er Jahren noch riesig „und sie waren furchtbar hässlich“. Gisela Uhe leidet unter ihrer Situation. Wie soll es weitergehen? Wird sie jemals ein normales Leben führen können? Fragen wie diese sind es, die sich Gisela Uhe immer wieder stellt. „Dann eröffnete ein junger sympathischer Hörakustiker namens Lothar Vollbach sein Geschäft in Verl“, erzählt die 62-Jährige mit einem Lächeln. „Von da an wurde alles besser.“

Erstmals hat die junge Frau das Gefühl, dass ihr kein Hörgerät aufgeschwatzt werden soll, sondern dass ihr jemand wirklich zuhört und Verständnis für ihre individuellen Hörprobleme aufbringt. „Denn Sie müssen wissen, das eigentliche Hören ist bei mir nicht das Problem, sondern das Verstehen. Wenn jemand mit mir spricht, ist das so, als würde er chinesisch sprechen“, sagt Gisela Uhe. Diese Zeiten sind lange vorbei. Im persönlichen Gespräch bemerkt man nicht mal, dass Gisela Uhe ein Hörgerät trägt. „Toll, oder? Dank dieser kleinen Geräte kann ich mein Leben heute genießen, eingeschränkt fühle ich mich nicht.“ Warum auch? Mit dem Hörgerät im Ohr ist Gisela Uhe eine großartige Zuhörerin. Und das bewiesenermaßen. Denn dank ihrer Hörgeräte kann die 62-Jährige ihre große Leidenschaft ausleben: das Stenografieren und das Tastschreiben. Seit mehr als zehn Jahren übt sie, so viel es nur geht. Und das Training zahlt sich aus. Zahlreiche Medaillen von Landesmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften darf Gisela Uhe ihre eigenen nennen. Den größten Erfolg aber erreichte sie 2014 in Marburg. Dort gewann sie Gold in der Deutschen Seniorenmeisterschaft der Kombination, einer Mischung aus Stenografie (200 Silben pro Minute) und 20-Minuten-Schnellschreiben (425 Anschläge pro Minute). Und zwar fehlerlos. „Am meisten Spaß machen aber die Mannschaftswettbewerbe“, erklärt Uhe, die auch hier mit den Kollegen vom Stenografenverein Paderborn so manchen Erfolg feierte. „Stenografieren ist wirklich mein Lebenselixier“, sagt Gisela Uhe, dann hält sie kurz inne. Man merkt ihr an, wie dankbar sie ist, heute durch die Hörgeräte von Hörakustik Vollbach so gut hören zu können. „Ich müsste hier keine Werbung für Herrn Vollbach machen, das tue ich freiwillig.“ Aus gutem Grund, wie sich im Gespräch zeigt. „Ich war in all den Jahren auch mal zu Testzwecken bei anderen Anbietern, aber die wollten mir meistens nur das teuerste Gerät andrehen, das war bei Vollbach immer anders. Einmal wollte ich sogar ein neues Hörgerät, aber Herr Vollbach hat mir erklärt, das meines noch so gut ist, dasss ein Wechsel unnötig sei. Es ist diese angenehme Art und das Drumherum, warum ich jedem, der ein Hörgerät braucht, nur empfehlen kann, zu Hörakustik Vollbach zu gehen.“