Cochlea-Implantat – Die beste Entscheidung

Helmut Wiesners Cochlea-Implantat hat ihm ein neues Hörerlebnis geschenkt.

Sein Cochlea-Implantat möchte Helmut Wiesner nicht mehr missen. Vor fünf Jahren wurde dem Rentner das „CI“ eingepflanzt. Im ersten Moment ist das keine einfache Entscheidung, denn mit dem Schritt zum CI muss sich jeder Patient bewusst sein, dass er auf dem betroffenen Ohr in der Regel sein gesamtes natürliches Hörvermögen verliert. „Darüber machen sich viele Menschen logischerweise Gedanken“, sagt Helmut Wiesner. „Aber ich würde die Entscheidung immer wieder so treffen.“

Wiesner hat „die klassische Karriere eines Hörgeschädigten hingelegt“, wie er selbst sagt. Ob er jemals wirklich gut gehört hat, da ist sich der 62-Jährige nicht sicher. „Mein Bruder ist gehörlos, meine Mutter war am Ende schwer hörgeschädigt „und schon während meines Studiums habe ich mich in der Kommunikation mit meinen Kommilitonen schwergetan. Aber wie es eben meist so ist, man braucht erst seine Zeit, um sich so etwas auch einzugestehen.“ Sein erstes Hörgerät bekam er daher erst mit Mitte 30. Häufig lag es einfach nur in der Schublade. „Leider“, wie Wiesner heute betont. „Viele versuchen, so lange ohne Geräte durchzuhalten, wie es geht – so wie ich auch. Aber das ist nicht der richtige Weg. Je eher man bei Hörproblemen mit dem Hörgerät anfängt, desto besser ist es.“

 

Sein Cochlea-Implantat für das linke Ohr hat Helmut Wiesner seit 2012. „Ich wollte es eigentlich gerne viel früher haben, aber die medizinische Indikation war noch nicht erreicht.“ Viele Hörgeschädigte haben Probleme damit, die hohen Töne zu hören. Wiesner war zuerst für die tiefen Töne taub. Verstanden hat er trotzdem fast nichts mehr. „Den Lärm habe ich wahrgenommen, das Wortverstehen war aber nahezu gar nicht mehr vorhanden.“ Als schließlich auch die hohen Töne auf seinem linken Ohr einen Verlust von 70 Dezibel aufwiesen, wurde die Behandlung zur Implantation von der Krankenkasse übernommen. Für Wiesner ein Glücksfall, denn trotz eines normalen Hörgerätes konnte er bei Gesprächen nur noch die Hälfte verstehen. „Mit dem CI bin ich in einer normalen Gesprächssituation bei nahezu 100 Prozent Hörverständnis. Das ist ein ganz anderes Lebensgefühl.“

 

Hörakustik Vollbach ist die Betreuung von Kunden mit CI-Implantaten enorm wichtig. „Darum arbeiten wir aktiv mit der Ruhr-Universität Bochum zusammen. Seit zwei Jahren bringen wir uns mit unseren Erfahrungen aus der Praxis und mit unseren Ideen in dem Netzwerk ein“, sagt Lothar Vollbach. Helmut Wiesner ist sehr froh über dieses Engagement, denn für Kunden wie ihn bedeutet es eine enorme Erleichterung. „Normalerweise sollen die ersten Geräteeinstellungen des Implantats rund vier Wochen nach einer Implantation vorgenommen werden. Aber da die Implantationen von CIs immer weiter ansteigen, stoßen viele Kliniken mittlerweile an ihre Grenzen. Manchmal dauert es bis zu acht Wochen zur Ersteinstellung“, erklärt Wiesner, der neben seiner Tätigkeit als Leiter einer Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte in Paderborn auch stellvertretender Schriftführer im Landesverband Nordrhein-Westfalens des Deutschen Schwerhörigenbunds ist. „Das ist zu lang!“

Dieses Problem schafft Hörakustik Vollbach für seine Kunden durch die Kooperation mit der Bochumer Klinik aus dem Weg. Denn wer sich dort operieren lässt, kann seine gesamte Einstellung des CI-Implantats nach der Erstanpassung und einem ambulanten Hörtraining bei Hörakustik Vollbach machen lassen. Nach Abschluss der ambulanten „Reha“ kann Vollbach die jährlichen Anpassungen übernehmen. Das spart den Kliniken Zeit und die Patienten haben beim Hörakustiker einen direkten Ansprechpartner rund um Einstellung und Ersatzteilbeschaffung. „Es gibt nicht mehr so lange Warte- und Fahrzeiten, das ist für alle Beteiligten eine gewinnbringende Kooperation“, meint Wiesner.

Der studierte Informatiker weiß, wovon er spricht. Er wurde 2012 in Halberstadt operiert. Heute kann er die komplette Betreuung seines CI bequem vor Ort bei Hörakustik Vollbach durchführen lassen. „Wenn ich neue Batterien oder Ersatzteile brauche oder bei Problemen, habe ich alles in einer Hand. Helmut Wiesner denkt offen über ein zweites CI für sein rechtes Ohr nach. „Bei 100 Dezibel Lautstärke höre ich dort vielleicht noch zehn Prozent. Deswegen werde ich bald testen lassen, ob die medizinische Indikation für das zweite CI gegeben ist.“ Ein schwerer Entschluss? Nein! Für Helmut Wiesner liegen die akustischen Vorteile auf der Hand. Schließlich war schon das erste CI „die beste Entscheidung überhaupt“.